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27.02.2010, 16:10
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#1
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Erfahrener Benutzer
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Praktische Betrachtung der Psychologischen Typen von C.G.Jung
Wie ich unter "Perspektive" schon angekündigt habe, möchte ich einen kurzen Abriss der Psychologischen Typen geben. Der damalige Anlass war ein Unvermögen in der Firma,im team zu arbeiten  . Der heutige Anlass ist das Ueber- oder Unterbewerten von Funktionen resp. des Bewusstseins und des Unterbewusstseins. Die vier psychologischen Typen werden noch unterteilt in extra-vertierte und introvertierte Typen und in 2 bewusste und 2 unbewusste Arten. Letztere habe ich der Einfachheit und besseren Verständlichkeit halber erst mal weggelassen.
Leider habe ich meine Notizen auf englisch gemacht, denke aber, dass die meisten von euch genug englisch verstehen.
Anregungen und Geschichten zu diesem Thema sind sehr willkommen
Herzliche Grüsse, Eurydike
Geändert von AdminT4M (13.03.2010 um 18:52 Uhr)
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28.02.2010, 18:31
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#2
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Benutzer
Registriert seit: 07.09.2009
Beiträge: 56
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Hallo Eurydike!
Danke, daß Du uns an Deinen Aufzeichnungen teilhaben läßt!
Ich selbst bin – wie meine Beiträge vielleicht schon verraten haben – hauptsächlich ein Denk-Typ, aber auch die Intuition ist bei mir ausgeprägt. Die symbolischen Botschaften z.B. der Träume erschließe ich mir mittels meiner analytischen und strukturierenden Fähigkeiten. Ich kann die Grundaussagen nämlich besser nachvollziehen, wenn ich sie in geordneter Form fixiert habe. Man könnte also sagen, ich benutze das Denken als Hilfsfunktion, um besser zu verstehen, was meine Intuition mir sagen will.
Auf diese Weise entdecke ich immer wieder interessante Parallelen und Zusammenhänge, so daß die einzelnen Bestandteile meines Selbst- und Weltbildes erweitert, vertieft und untereinander verbunden werden. Im Laufe der Zeit ergibt sich so ein immer stimmigeres Gesamtbild, mit dem auch mein Gefühl zufrieden ist.
Grüße an alle!
Koronis
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02.03.2010, 18:20
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#3
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 25.09.2009
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Hallo Koronis!
Danke für Deine Antwort. Ich benutze auch das Denken  für die Trauminterpretation, allerdings wohl zuerst die Intuition und zum Schluss  das Denken  . Auch die Fühlfunktion redet mit (wie fühle ich mich mit diesem Traum?).
Zu den Psychologischen Typen möchte ich noch die Inferiore Funktion kurz ansprechen, damit weniger Informierte verstehen, was gemeint ist.
Die Inferiore Funktion (IF) ist unser unentwickeltes Land, die Funktion, die wir am wenigsten mögen und wo wir verletzbar sind. Es ist unser wunder Punkt, wir sind dort langsam und unangepasst und wir fühlen uns dort angegriffen. Die IF steht dem Kollektiven Unbewussten sehr nahe.
Wir entwickeln die IF erst, wenn die anderen drei  Funktionen einigermassen funktionieren, d.h. wenn die Hauptfunktion die benachbarten Funktionen ebenfalls gut benutzen kann.
Man erkennt die IF beim Denktyp daran, dass er schlechte Witze macht und schlechten Geschmack hat. Beim Fühltyp findet man doofe Argumente und im Examen blockiertes Denken  . Der Intuitive ist meist unpraktisch und hat Geldsorgen. Der Empfindungstyp wittert dunkle Machenschaften. Also die IF wird durch die gegenüberliegende Seite in ihrer schlechten Form  erkennbar.
Die IF enthält Lebenspotential, dient gegen Stagnation und bringt neue Erfahrungen.
Was ist, wenn ein Fühltyp zum Denken  erzogen wird?
Kann eine Hauptfunktion mit der Gegenüberliegenden verschmolzen sein und wie würde sich das äussern ??
Das wäre für mich sehr interessant. Vielleicht kann jemand darauf antworten?
Lieber Gruss von Eurydike
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04.03.2010, 18:38
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#4
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Benutzer
Registriert seit: 01.02.2010
Ort: auf der Schwelle
Beiträge: 49
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Das macht mich jetzt stutzig: Ich habe mich doch für einen Denktyp gehalten, aber ich habe nun wirklich keinen schlechten Geschmack....
Also, für mich ist das Modell von den psychologischen Typen sehr hilfreich und es erklärt einem immer mal wieder, warum manche Kommunikation schief läuft.  und warum man manchmal so empfindlich ist  .
Ich kann auch viel besser auf diese Art darüber reden, - weil es eben ein "Denk"-modell ist. Das schafft vielleicht die für mich nötige Distanz.
Was interessant ist: Ich habe als ausgesprochener Linkshänder brav mit rechts schreiben gelernt als ich zur Schule kam - das war ja so üblich! - hatte als Denktyp auch in der Schule keine Probleme, mir hat sich aber der Zugang zu den benachbarten Funktionen (Liebe zur Kunst und Musik etc..) eigentlich erst richtig geöffnet, als ich nach vielen Jahren rechts Schreiben wieder angefangen habe mit links zu schreiben. Ich glaube nicht, dass das Zufall ist?!
Was ich manchmal nicht richtig geordnet kriege: Hat die Unterscheidung "männlich" und weiblich" oder "links" und "rechts" auch etwas mit den Funktionen zu tun. Männlich gleich Denktyp? und was ist dann weiblich? oder bringe ich da jetzt was furchtbar durcheinander?
Grüße, Partenope
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Se parla nel mio cor....
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05.03.2010, 07:27
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#5
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 25.09.2009
Ort: bei Zürich
Beiträge: 173
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Guten Morgen  Partenope!
Ich versuche mal zu antworten, wobei ich mich nicht als der Weisheit letzter Schluss  betrachte.
Als Denktyp verstehst Du nicht, dass Du trotzdem keinen schlechten Geschmack hast. Als Linkshänder hast Du trotzdem mit rechts schreiben gelernt! Es könnte ja sein, dass Du als Fühltyp geboren, aber zum Denktyp erzogen wurdest. Ausserdem habe ich das Typenmodell erst einmal einfach dargestellt - es gibt eben auch die dazwischenliegenden Typen z.B. Denk/Empfindungstyp mit Fühl/Intuitionstyp gegenüber. Der Denk/Empfindungstyp hat natürlich nicht ganz so einen schlechten Geschmack wie ein reiner Denktyp. Ueberhaupt sind reine Typen im täglichen Leben  eher selten. Kannst Du damit etwas anfangen?
Dass Du wieder vermehrt zum Linkshänder neigst, ist bestimmt kein Zufall!
Du fragst, ob männlich/weiblich etwas mit den Typen zu tun hat. In unserer Gesellschaft wird dem Männlichen das Denken  zugeschrieben und dem Weiblichen das Fühlen. Es gibt aber Ausnahmen wie es auch andere Gesellschaften gibt. Viele Frauen bekleiden heute wissenschaftliche Positionen, sie müssen Denken  und Fühlen verbinden - wenn auch nicht unbedingt gleichzeitig, so doch abwechselnd. Auch Männer können die Fühlfunktion vertreten und dabei noch das Denken  im Repertoire haben. Auch bei der anderen Achse  ist dies wohl möglich.
Du fragst weiter, ob links und rechts etwas mit den Funktionen zu tun hat. Vordergründig vielleicht nicht, aber links wird bei uns allgemein mehr dem Unbewussten und dem Weiblichen zugeschrieben, während rechts dem Bewussten und Männlichen zugeteilt wird. Ausserdem steht links für Introversion und rechts für Extraversion, diese beiden präzisieren die Funktionen
noch.
Vielleicht ist für Dich die Bildinterpretation interessant.
Es gibt z.B. ein Buch  von Ingried Riedel "Bilder". Als jetzt wieder Linkshänder musst Du aber wissen, dass dann einiges spiegelverkehrt gilt z.B. wenn rechts Zukunft bedeutet, so würde es in Deinem Fall  links sein.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag und grüsse Dich herzlich, Eurydike
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09.03.2010, 18:17
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#6
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Benutzer
Registriert seit: 01.02.2010
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Beiträge: 49
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Hallo Eurydike,
Das ist lustig. das Buch  wollte ich auch schon erwähnen, in Zusammenhang mit der Perspektive.
es gibt dort nämlich ein Kapitel über Perspektive. das ist interessant und sicher in Deinem Sinne, wenn ich das richtig verstanden habe.
grüße von Partenope
P.S. Ich habe auch eine Buchempfehlung. Es ist ein Roman, den ich vor Kurzem gelesen habe: "Schwerenöter" von Hanns Josef Ortheil. Er handelt davon, wie zwei Brüder, der eine ein "Denktyp" , der andere ein "Fühltyp" - mal so pauschal gesagt - die Nachkriegszeit bis zur Gründung der Grünen Partei erleben. Hat mir gut gefallen.
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Se parla nel mio cor....
Geändert von Partenope (09.03.2010 um 18:23 Uhr)
Grund: nachtrag
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10.03.2010, 12:53
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#7
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 25.09.2009
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Beiträge: 173
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Hallo Partenope!
Möchte noch nachtragen, dass meine Zeichnung der Typen nichts mit rechts und links zu tun hat, ich hätte ebensogut den Denktyp rechts hinstellen können.
Danke auch für den Vorschlag des Romans. Werde ihn mir demnächst mal anschauen, denn es interessiert mich, wie zwei so verschiedene Brüder miteinander zurecht kommen.
Herzlicher Gruss, Eurydike
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19.03.2010, 07:35
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#8
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Erfahrener Benutzer
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Hallo Partenope (und natürlich alle anderen!
Habe das Buch  gelesen und selten so viel gelacht und das, obwohl auch sehr viel Tiefsinn drinsteckt. Abgesehen von den psychologischen Typen kann man es auch auf der Subjektstufe lesen  und entdeckt noch mehr. Beim schizophrenen Schub musste ich das Buch  kurz aus der Hand legen - er hat das so gut geschrieben, dass bei mir die Erinnerungen an traurige Scenen aus der Vergangenheit wieder lebendig wurden.
Es ist wohl das Schwerste, so verschiedene Tendenzen zu vereinen.
Zwei kleine Beispiele aus dem täglichen Leben  :
Kleines Mädchen für ein paar  Tage in der Obhut einer befreundeten Familie. Sie wird gefragt, ob sie ihre Mami gern hätte. Antwort: Nein, aber ich möchte mal so werden wie sie.
Dasselbe kleine Mädchen hatte etwas Ungehöriges getan und wurde gebeten, sich zu entschuldigen, was sie , wenn auch sehr zögernd, tat. Eine halbe Stunde später plötzlich grosses Geheul. Der Grund war, dass sie sich so ärgerte, sich entschuldigt zu haben.
Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es zum Lachen...
Liebe  Grüsse, Eurydike
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21.03.2010, 10:35
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#9
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Benutzer
Registriert seit: 01.02.2010
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Beiträge: 49
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Liebe  Eurydike,
Alle Achtung! Das ist ja wirklich ein dickes Buch  , aber es freut mich, dass es Dir gefallen hat!
liebe  Grüße
Partenope
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Se parla nel mio cor....
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29.03.2010, 17:11
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#10
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Benutzer
Registriert seit: 01.02.2010
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Liebe  Eurydike,
Dass ein subjektstufiger Aspekt in dem Roman vorhanden ist, sieht man vielleicht schon an den Namen  : Hanns-Josef Ortheil schreibt über zwei Brüder: Johannes und Josef.
Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil hatte 4 ältere Brüder, die alle kurz vor oder nach der Geburt gestorben waren, deshalb denke ich, dass im Roman auch eine Auseinandersetzung mit den nicht lebenden Brüdern stattfindet.
Falls es Dich interessiert: Am 20.April 2010 wird um 10.05 auf Radio SWR2 ein Interview mit Hanns-Josef Ortheil gesendet, in dem es um seim letztes Buch  und seine Auseinandersetzung mit seiner Kindheit geht.
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30.03.2010, 18:39
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#11
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Erfahrener Benutzer
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Guten Abend  Partenope!
Das mit den Vornamen des Autors war mir auch aufgefallen. Danke für den Hinweis auf die Radiosendung - werde sie mir anhören.
Gruss, Eurydike
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